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Autor: HubertBergmann
Weiterbildung
In dem Weiterbildungsangebot können Sie vorhandene Fähigkeiten und Ihre Erfahrung im T’ai Chi Ch’uan und Chi Gong vertiefen. Dies unabhängig davon, ob Sie sich bereits im Rahmen einer Ausbildung bewegen, oder vielleicht eine Ausbildung anstreben.
Die Spezialthemen dienen auch der Vertiefung des Gelernten vor allem für Kursleiter und Lehrer, die etwas in Ihr eigenes Unterrichtsprogramm aufnehmen möchten und vorher die jeweilige Form an ihrem eigenen Leib verbessern wollen.
Auch unser Intensivseminare dienen dem Ziel die im wöchentlichen Unterricht gemachten Erfahrungen zu differenzieren und weiter zu verwurzeln.
Ein wichtiges Anliegen in den Weiterbildungen ist uns die Vermittlung von erweiterten Kenntnissen in den einzelnen Formen um die eigene Übungspraxis zu vertiefen, aber auch die Qualität im Unterricht zu verbessern.
Ausbildung
Das Taichi Haus Überlingen bildet Lehrkräfte im Bereich T’ai Chi Ch’uan und Qi Gong aus!
Die chinesiche Medizin ist in den letzten Jahren im Westen zu einem wichtigen Bestandteil ganzheitlich – therapeutischer Ansätze geworden. Durch T’ai Chi Ch’uan und Qi Gong können wir eine wesentliche Säule der TCM entwickeln und vor allem Eigenaktivität und Selbstheilungskräfte stärken. Ein Schwerpunkt der Ausbildung in Zusammenarbeit mit der DGTCM (Deutsche Gesellschaft für traditionelle chinesische Medizin, Heidelberg), ist das Wandlungsphasen Qi Gong.
Die Wandlungsphasen entsprechen zyklischen Abläufen. Dabei entspricht Holz der Bereitstellungsphase von energetischem Potenzial, Feuer der Abgabe von energetischem Potenzial bis zum Handlungsziel, Erde dem Prinzip der Regulation, Metall der energetischen Wendepunktphase, Wasser der Regenerationsphase.
Die Wandlungsphasen sind kybernetische Begriffe, und der Vorgang der Regulation kann in Form einer Sinuskurve beschrieben werden.
Demnach entspricht die Übepraxis systhematisch angewandten, bestimmten Übungen, die die Dehnung des Körpers und bestimmter Leitbahnen vermitteln, und so die Einwirkung auf innere Prozesse ermöglichen. Neben einem breiten Spektrum von Qi Gong Übungen, der T’ai Chi Ch’uan Formen und Anwendungsmöglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen, vermitteln wir im Laufe der 3-jährigen, bzw. 5-jährigen Ausbildungszeit das nötige Fachwissen und unsere persönliche Erfahrung als langjährig Praktizierende AusbilderInnen für die zukünftige Tätigkeit von T’ai Chi Ch’uan und Qi Gong LehrerIn.
Die Ausbildung orientiert sich an den allgemeinen Ausbildungsleitlinien des Deutschen Dachverbands für Qigong und Taijiquan (DDQT), und ist dort anerkannt. Sie steht Teilnehmern aller Berufsgruppen offen, und ist als berufsbegleitender Lehrgang konzipiert. Sie können drei Stufen anstreben, die aufeinander aufbauen:
- Stufe 1: KursleiterIn
- Stufe 2: LehrerIn
- Stufe 3: AusbilderIn
Nach erfolgreichem Abschluß der jeweiligen Stufe erhalten sie ein Zertifikat vom Taichi Haus und eine Legitimation durch den DDQT (Deutscher Dachverband für Taijiquan und Qigong).
Fordern Sie bitte bei Interesse unser Ausbildungscurriculum an. Der wöchentliche Unterricht im Taichi Haus wird dabei als Ausbildung anerkannt.
Qi Gong im Garten
Anhand von einfachen Bewegungsübungen aus der chinesischen Bewegungskunst wird ein Einblick in diese Methode vermittelt, die sowohl Ruhe in der Bewegung, Entspannung und Stärkung der Abwehrkräfte ermöglicht und sich somit positiv auf die Gesundheit auswirkt.
Sie haben hier die Möglichkeit erste Erfahrungen im Qi Gong zu sammeln, als auch die schöne Atmosphäre unter freiem Himmel am Bodensee zu erleben.
Qigong in den Villengärten
Bahnhofstraße 19, 88662 Überlingen
Vom 27.07. – 07.09.26
Jeden Montag von 10 – 11 Uhr
(Außer bei schlechtem Wetter)
Für Menschen, die noch keinerlei Erfahrung haben eignet sich Qigong zudem sehr gut, um den Weg zum T’ai Chi zu gestalten. So können sie auch im Qigong im regelmäßigen wöchentlichen Unterricht jeder Zeit quer einsteigen. Gigong im Garten ist kostenlos.

Qi Gong
Kultivierung der Lebenskräfte
In Asien spricht man oft von Chi – Kraft oder Qi – Kraft und meint damit eine unerschöpfliche und allgegenwärtige Lebenskraft, die einen grundlegenden Einfluß auf Gesundheit und Wohlbefinden hat. Ist der Fluß der Lebenskraft unterbrochen, oder gestört, erkrankt der Mensch. Besonders in China haben sich unzählige Übungen entwickelt, die den Qi – Fluß aktivieren und kontrolliert lenken. Man faßt sie unter dem Oberbegriff Qi – Gong zusammen.
Qi – Gong bedeutet wörtlich übersetzt etwa “Arbeit oder Übung mit der inneren Energie, der Lebensenergie. Es ist neben Akupunktur und Arzneimittelbehandlung ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), und wird dort sowohl zur Gesunderhaltung als auch zur Wiedergesundung eingesetzt. Man dehnt die Meridiane und deren Reflexpunkte in genau vorgegebener Weise, was den Fluß der Lebensenergie und alle anderen Körperfunktionen stärkt. Dabei wird viel Wert gelegt auf die Regulierung von Bewegung und Haltung, von Atmung und Aufmerksamkeit. Es gibt Übungen in Ruhe (im Liegen, Sitzen, Stehen) und in Bewegung. Dabei werden durch bestimmte Gliedmaßenbewegungen, auch Selbstmassagen, sowie Klopfen auf bestimmte Akupunkturpunkte und die Leitbahnen, alle Teile des Körpers trainiert.
Die bewegten Übungen bringen die Gedanken zu völliger Ruhe, der Geist wird genährt und gestärkt, und die natürlichen Selbstheilungskräfte des Organismus werden angeregt und gestärkt. Eine Übung wird solange wiederholt d.h. eingübt, bis sie gefestigt und verfeinert ist, und so zur inneren Haltung der übenden Person wird.
T’ai Chi für Kinder
T’ai Chi für Ch’uan und Chi Gong für Kinder und Jugendliche
In den vergangenen Jahren wurden Konzepte entwickelt, die es möglich machen, die meditative T’ai Chi und Chi Gong Arbeit mit Kinder und Schülern umzusetzen. Bewegung, Zentrierung und Entspannung – die Grundpfeiler des Chi Gong – werden hier unterstützt durch den Einsatz der Vorstellungskraft und die Anregung der Phantasie durch kleine, einfache Geschichten.
Ziel ist
- sich selbst in unterschiedlichen Haltungen aufmerksamer zu erleben
- Haltungsschäden auszugleichen
- die Möglichkeiten des eigenen Körpers aufzuspüren
- ein Bewußtsein für das alltäglichen Handeln zu bekommen
- eigene Phantasien zu entwickeln
- Selbstbestimmung und achtsamen Umgang mit sich und anderen lernen.
Entsprechend der Teilnehmer (Vorschule / Grundschule / ältere Kinder / Jugendliche) werden in der Fortbildung Möglichkeiten vorgestellt, die Bewegungsarbeit im Sinne von T’ai Chi und Chi Gong den Kindern näherzubringen.
Dabei helfen Aspekte der TCM, der traditionellen chinesischen Medizin, z.B. die Fünf Wandlungsphasen, und die Konzepte von Yin und Yang, sowie der modernen Rückenschule (siehe Grundausbildung T’ai Chi Ch’uan und Chi Gong LehrerIn).
Die Weiterbildung „Chi Gong mit Kindern/Jugendlichen“ wird als Baustein in der Kursleiter bzw. Lehrerausbildung angeboten. Angesprochen sind sind T’ai Chi Ch’uan und/oder Chi Gong KursleiterInnen oder LehrerInnen, die mit Kindern oder Jugendlichen bereits zusammenarbeiten, oder dies anstreben. Der Bedarf ist groß, und wir möchten ermutigen, sich dieser Arbeit zu widmen.
Inhalte der Weiterbildung:
- pädagogische Hilfestellung
- wichtige Unterschiede zur Erwachsenenarbeit
- Grundfragen von Motorik, Entwicklungsstand, Entspannung
- Vorstellen von Bild – und Erzählmaterial
- Hilfe bei der Musikauswahl
Übungsformen
Der klassische Yangstil
- Die Kurzform des Yangstils nach Cheng Man Ching
- Die Langform des Yangstils nach Yang Cheng Fu
- T’ai Chi Schwertform nach Dr. Chi Chiang Tao
- Push Hands / PartnerÜbungen
Selbstverteidigung
T’ai Chi Ch’uan ist aus der taoistischen Kampfkunst der sanften, inneren Schule (Nei Kia) entstanden. Es geht u.a. um das Konzentrieren von Chi, um die Entwicklung einer starken Mitte, den Bezug auf das Wesentliche und das Entwickeln von Sanftheit. Sanfte Bewegungen werden als wesentlich für die Förderung der Gesundheit und das Erlangen höchster Stadien der Selbstverteidigung angesehen.
Die Stärke des Übenden resultiert in dem lockeren, koordinierten Zusammenspiel des gesamten Bewegungsapparates und der damit einhergehenden Bewußtseinsschulung. Ein wichtiges Mittel, um die Prinzipien einzuüben sind die Partnerübungen, Tui Shou genannt, wobei das in der Soloform Geübte mit dem Partner überprüft wird. Ein Hauptprinzip ist die Bildung eines „T’ai Chi’s“ durch die beiden Partner, das heißt eine Komplementarität, also eine Einheit. Im Streben nach Übereinstimmung sind drei verkörperte Prinzipien möglich:
Eine hohe Bewußtheit des eigenen Körpers, so dass dieser dem Geist vollkommen entspricht.
Eine gewisse Geschmeidigkeit des eigenen Körpers und des Geistes, damit man sich jeder Lage anpassen kann.
Ein gewisses Wahrnehmungsvermögen, um die Lage und ihre Entwicklungsrichtung augenblicklich zu begreifen.
Die sanfte, fließende, langsame Bewegungsweise des T’ai Chi Ch’uan ermöglicht das bewußte Üben des Entspannens, der Gewichtsverlagerung, des Verwurzelns (Center Equilibrium) sowie das Üben der Bewegung im Einklang mit tiefer Atmung und der meditativen Geisteshaltung (Stille). Es hat sich gezeigt, daß das Üben von T’ai Chi Ch’uan zur Entwicklung von Fähigkeiten führt, die in Stufen unterschieden werden:
das Fühlen
das Verstehen
das Nachgeben
das Haften
das Abprallen
Die damit verbundenen Wahrnehmungsqualitäten und Kräfte des Übenden, ebenso wie das Empfinden von Freude und Aufmerksamkeit im Tui Shou entwickeln sich durch die Übung auf natürliche Weise.
Meditationsaspekt
Beim T’ai Chi Ch’uan geschieht die Meditation in Bewegung. Haltung und Atemtechnik sind hier wie bei allen Meditationsformen ein wesentliches Element. Diese Voraussetzungen ermöglichen, in Verbindung mit in Fleisch und Blut übergegangenen Bewegungen, das Verbleiben in meditativer Geisteshaltung.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Formen der Versenkung ist T’ai Chi Ch’uan jedoch eine dynamische Meditation; während man sich stark auf seine Bewegungen konzentriert, fällt es leichter, die intellektuelle Tätigkeit anzuhalten und die Gedanken ruhen zu lassen. Die geistigen Kräfte werden gestärkt.
Die Meditation und das passiv – bzw. aktiv -meditative Vollziehen der Übungen führen aus körperlicher Verspannung oder Auflösung heraus, hin zu einer guten Spannung der körperlichen Verfassung.
Dies ist Voraussetzung und Unterstützung auf dem Weg zu einer neuen Selbst – Erspürung, in der wir uns nicht zurückziehen von der Welt, sondern gesammelt bleiben und unsere Wachheit und unser Reaktionsvermögen vertiefen lernen.
